hundetagebuch

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16. – 18. Februar 2018 | Fux

Tag 1

Schlafen: Mit wenigen Unterbrüchen gut. Die Frau auch.
Spazieren: Neue Düfte und Orte die ich noch nie in meinem ganzen Leben gerochen habe und auch nie mehr riechen werde.
Katzen: Leider (noch) keine
Eichhörnchen: Leider auch nicht
Andere Hunde: Zwei neue Bekanntschaften, aber beide nicht so mein Typ. War nur kurz „Hallo“ schnuppern.
Fressen: Draussen leider nicht viel Brauchbares. Die Mäuse sind zu schnell. Drinn durfte ich einen Quarkbecher ausschlecken. Hmmm..

„Phu. Erste Nacht ohne grössere Schäden überstanden. Mann war ich nervös gestern. Zuerst eine Stunde lang im Auto eine Fahrt ins Nirgendwo und dann an einem fremden Ort mitten in der Nacht auch noch Pipi machen. Aber es war auch ein bisschen spannend. Ich schnupperte alles ab und fand viele neue Düfte. An dem neuen Ort, wo ich mit meiner Menschen-Mami schon einige Male war – aber alleine ist das ja nie das Selbe – legen die mein Bettchen in ihr Zimmer, wo ich dann erschöpft von all den neuen Eindrücken eingeschlafen bin. Bin zwar ein paar Mal aufgewacht, aber weil ich meine Decke zum Schlafen hatte, war es so kuschelig warm, dass ich gleich wieder einnickte. Am Morgen pünktlich um halb 8, weckte ich die Frau. Den Mann liess ich in Ruhe schlafen. Und den Bub auch. Der kam nämlich in der Nacht halb schlafwandelnd ins Zimmer und legte sich hin. Wechselt mitten in der Nacht das Bett.

Heute morgen im Pisswetter nach draussen. Da freute ich mich sehr. Die Frau nicht so. Aber sie liess es sich nicht anmerken und tat so, als hätte sie irrsinnigen Spass im Regen. Zuerst musste ich an der Leine bleiben, aber als die Frau mir vertraute durfte ich los und ich sag euch eins: Die hatte sogar einen Ball dabei! So sauste ich durch den Regen über die Wiesen meinem Ball hinterher. Wie herrlich!

Am Nachmittag hab‘ ich übrigens jemanden kennengelernt. Wir können zusammen wie die Wilden herumsausen und spielen, aber das Wichtigste ist: Er riecht gut! Mal schauen ob ich den morgen auch wieder treffe. Halte euch auf dem Laufenden.

Heute Abend bekam ich zum Dessert Poulet mit Pepperroni. Was soll ich denn bitte mit Pepperroni? Sollte ich die etwa essen? Also bitte.
Mal schauen was es morgen gibt. Gute Nacht.“

Tag 2

Schlafen: Diese Nacht im Wohnzimmer verbracht. Hatte keine Lust zum Treppensteigen.
Spazieren: Neue Düfte und Orte die ich noch nie in meinem ganzen Leben gerochen habe und auch nie mehr riechen werde.
Katzen: Eine. War aber leider angeleint.
Eichhörnchen: (Noch) nicht.
Andere Hunde: Wieder meinen Kumpel getroffen, aber nur kurz. Bin halt ein Morgenmuffel.
Fressen: Draussen leider immer noch nicht viel Brauchbares.

„Habe jetzt zwei Betten. Eins unten und eins oben. Ich glaube ich muss für immer hier bleiben. Ist zwar ganz gemütlich so für Ferien aber am schönsten ist es immer noch zu Hause. Hier ein echtes Abenteuer. Die ganze Zeit Treppen laufen, schlafen, Gassi gehen, schlafen, entspannen … ihr kennt das. Ganz schön anstrengend.

Heute Morgen traf ich wieder meinen spielfreudigen Kumpel von gestern. Aber nur kurz.

Am Nachmittag waren alle mitgekommen und ich rannte mit dem kleinen Menschen durch die Wiesen und watete durch einen kleinen Fluss und eine Röhre. Das war spassig. Der Mann war auch dabei und wir spielten Ball. Ich mag den Mann. Ich mag den Kleinen.

Nach zwei Stunden spazieren war ich recht müde und legte mich nach dem Futtern nur noch hin. Heute Abend schlafe ich wieder im Zimmer. Alleine im Wohnzimmer ist doch nicht so gemütlich.
Ich vermisse mein Frauchen. Hoffentlich kommt sie bald.“

Tag 3

Schlafen: Gut. Schlafzimmer.
Spazieren: Neue Düfte und Orte die ich noch nie in meinem ganzen Leben gerochen habe und auch nie mehr riechen werde.
Katzen: (Leider) keine
Eichhörnchen: Nope.
Andere Hunde: Eine ältere Dalmatiner Dame. Und ein paar kleine Bodenwischer. Die mag ich überhaupt nicht.
Fressen: Mäuse. Hab‘ aber keine erwischt.

„Habe super und bis 8.00 Uhr (aus-)geschlafen. Draussen die erste Nase voll genommen und gleich den Schnee geschnuppert. Ach, ich liebe Schnee. Da kann man sich reinlegen und wälzen und und und..

Am Nachmittag über zwei Stunden draussen. Alle waren dabei. Habe die mit meinem Ball ganz schön ausgetrickst und ihn einfach nicht gegeben. Hihihi.

War eine schöne Zeit. Jetzt bin ich aber froh, wenn ich wieder nach Hause darf. Denn da ist’s immer noch am schönsten. Ich lass aber ein kleines Souvenir da: So viele Haare wie ich in diesen drei Tagen verloren haben, können die sich gleich einen eigenen Hund basteln.“

ausgefuxt tierische Grüsse

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